Pressefund: Sachsenbad steht zum Verkauf

Die Konzept-ausschreibung ist nun fertig-gestellt. Mindestens 900.000 Euro müssen Investoren für das Denkmal zahlen.

 

 

Etwas ist anders am Sachsenbad. Zwar fristet das Denkmal an der Ecke Wurzener/Rehefelder Straße immer noch ein tristes Dasein. Doch mittlerweile zieren Plakate das ruinöse Gebäude. Das Sachsenbad steht zum Verkauf. Die Konzeptausschreibung ist fertiggestellt und soll unter anderem bei der diesjährigen Immobilienmesse Expo Real in München im Oktober gezeigt werden. Doch auch außerhalb dieser Veranstaltung können potenzielle Investoren ihre Gebote bis zum 17. Januar 2019 abgeben.

Ziel ist, dass das Sachsenbad bald wieder genutzt wird. 1994 wurde es wegen bautechnischer Mängel geschlossen. Seitdem gab es immer wieder Bemühungen, das Gebäude zu sanieren. Zuletzt hat vor allem die Bürgerinitiative „Endlich Wasser ins Sachsenbad“ für die Wiederer-öffnung als Gesundheitsbad gekämpft. Von der Ausschreibung halten die Mitglieder aber nichts. Sie fürchten hohe Eintrittspreise und dass das Gebäude nicht öffentlich zugänglich oder anders genutzt wird. Tatsächlich könnten solche Gebote ebenfalls bei der Stadt abgegeben werden.

So heißt es im Exposé des Amtes für Hochbau und Immobilien: „Orientiert wird vorrangig auf eine Nutzung als Gesundheits- und Therapiebad, wobei in angemessenem Umfang Möglichkeiten für eine öffentliche Nutzung erwünscht sind. Andere Nutzungen sind grundsätzlich vorstellbar, wenn eine denkmalgerechte Sanierung erfolgt.“ Zumindest in Teilbereichen solle aber das Element Wasser integriert werden. Einige Mindestanforderungen gibt es allerdings schon.

So muss der Interessent mindestens 900 000 Euro bieten. Das ist laut Exposé der aktuelle Verkehrswert der Immobilie. Sollte der Interessent das Objekt per Erbbaupacht erwerben, muss er mindestens 63 000 Euro pro Jahr zahlen. Mit dem Kauf verpflichtet sich der Investor zudem, das Hauptgebäude sowie den nördlichen Hochbehälter und den östlichen Zwischenbau innerhalb von drei Jahren zu sanieren. Sollte das nicht passieren, kann die Stadt das Sachsenbad zurückkaufen. Ein Abriss des Hauptgebäudes ist ausgeschlossen, schließlich handelt es sich bei dem 1928 errichteten Bau um ein Kulturdenkmal.

Dass ein weiteres Schwimmbad im Dresdner Nordwesten gebraucht wird, ist unbestritten. Neben der Sanierung des Sachsenbads ist auch der Ersatz der maroden Halle in Klotzsche seit Längerem Thema. An diesem Dienstagabend lädt die CDU ab 19 Uhr zur Diskussion ins Dormero-Hotel auf der Karl-Marx-Straße 25.

Hier gibt es den Artikel vom 11.09.18 aus der SZ zum Nachlesen:
180911_SZ Sachsenbad steht zum Verkauf

Hier gibt es das Exposé zum  Nachlesen:
42225_-_Ehemaliges_Sachsenbad_Broschuere

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