Endlich Wasser ins Sachsenbad!

Die Sachsenbadinitiative in einem Beitrag der „Drehscheibe Sommertour“ vom 2. Juli 2018

Was wir wollen

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich seit 2006 intensiv für die Sanierung des Sachsenbades einsetzen.

Wir wollen, dass es wieder zu einer Stätte des Badens, des Schwimmenlernens, der Gesundheitsvorsorge, des Entspannens und ein Treffpunkt für alle Generationen wird. Das Sachsenbad ist ein bedeutendes Denkmal der Baukultur und der sozialen Verantwortung aus den 1920er Jahren. Es steht unter Denkmalschutz und der Eigentümer (die Stadt) ist verpflichtet es zu erhalten!

Was tun wir

2016 initierten wir eine Petition über die E-Petition der Stadt Dresden. Innerhalb von vier Wochen unterschrieben über 4000 Menschen. Der Petitionsausschuss übergab es dem Stadtrat mit einem Auftrag und der Stadtrat beschloss:

„Der Stadtrat strebt die Sanierung des Sachsenbades an. Für eine Machbarkeitsstudie werden Mittel zur Verfügung gestellt. Über mögliche weitere Investitionsmittel soll anhand der Ergebnisse dieser Studie und der realistischen Aussicht auf Fördermittel entschieden werden.“

Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung mit der Machbarkeitsstudie. Diese untersuchte mehrere Varianten. Als geeignetste Nutzung wurde die Einrichtung eines Gesundheits- beziehungsweise Rehabades empfohlen. Eine Möglichkeit, die wir mit Fachleuten Anfang 2017 diskutierten und daraus ein Konzept entwickelten. Das übergaben wir der Stadtverwaltung als Diskussiongrundlage. Konzept Gesundheitszentrum „Wasser“ – das neue Sachsenbad, erarbeitet von der BI Sachsenbad

Was passiert zur Zeit
  • Seit Februar 2018 liegt die Vorlage der Verwaltung vor, die den Verkauf des Gebäudes vorschlägt mit dem Konzept für ein Gesundheitsbad/Rehabad. Damit ist die sprichwörtliche Kuh noch nicht vom Eis.
  • Am 9. April, 18 Uhr stellten Bündnis 90/Die Grünen die Vorlage der Stadtverwaltung im Rathaus Pieschen vor. Die Vorlage wurde am 10. April im Ortsbeirat Pieschen beraten (Beschlussempfehlung an den Stadtrat).
  • Im Mai beschloss der Aufsichtsrat der Bäder GmbH, der auch die Sachsenbadbefürwortenden Stadträte Tilo Kießling (Linke) und Kati Bischoffberger (Bündnis 90/Die Grünen) angehören, daß sich die Bäder GmbH der Stadt aktiv an der Konzeptausschreibung beteiligen soll. Das lehnte der Ausschuß für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften leider ab.
  • Am 28. Juni beschloss  der Stadtrat den Verkauf des Sachsenbades mit dem Konzept „Gesundheitsbad“ auf der Expo Real im Oktober in München.
  • Im Juni riefen wir Zeitzeugen auf, von ihren Erlebnissen im und mit dem Sachsenbad zu berichten. Ziel ist es, zum 90. Geburtstag des Bades 2019 in einer Ausstellung vom Leben im Sachsenbad zu erzählen.
  • Am 18. August folgten circa 30 Zeitzeugen unserer Einladung ins Stadtteilzentrum EMMERS zu einem angeregten Austausch.
Was können Sie tun

Helfen Sie uns dieses Denkmal zu retten! Wenn auch Sie von dem Konzept für ein Gesundheitsbad (Arztpraxen, Physiotherapie, Schwimmbecken, Therapiebecken, Sauna …) überzeugt sind, reden Sie mit Ihrer Stadträtin/ Ihrem Stadtrat aus Ihrem Wahlkreis oder schreiben Sie an den Stadtrat (stadtratsangelegenheiten@dresden.de) insgesamt. Gern können Sie unsere Veranstaltungen besuchen oder direkt Kontakt zu uns aufnehmen.

Zum 90. Geburtstag im nächsten Jahr bereiten wir eine Ausstellung vor. Dafür sammeln wir Ihre Erlebnisse und Eindrücke im und vom Sachsenbad! Helfen Sie uns eine lebendige Ausstellung zu gestalten: Zeitzeugenaufruf.

„Endlich Wasser ins Sachsenbad“ ist eine Bürgerinitiative im Verein  Pro Pieschen e.V.

 

16 Gedanken zu „Endlich Wasser ins Sachsenbad!“

  1. Ich habe im Sachsenbad 1976 Schwimmen gelernt, 1980 war ich da im Schulschwimmen. So wie im Leistungsschwimmen von 76 bis 82. Bilder haben wir leider nie in der Schwimmhalle gemacht. Bei den Wettkämpfen führten immer andere aus Schwerin oder sonst wo her, also auch da kann ich mich nicht an Fotoapparate erinnern. Aber ich war ja auch noch sehr klein (zwischen 6 und 12 Jahren).
    Privat hat es keinen Sinn das Bad wieder zu beleben, da Reiche nicht durch ihr übertriebenes Sozialverhalten Reich geworden sind. Genau für so etwas gibt es Kommunen, Länder einen Staat.

  2. Ich kann zwar schon schwimmen aber mein Onkel hat dort schwimmen gelernt.die ganzen Fotos von früheren Zeiten sehen vielversprechend aus.ich wohne gleich um die Ecke von daher würde ich Stammkundin sein und fast jeden Tag kommen . meine Freundinnen werde ich auch Mitbringen.sammeltdoch Unterschriften auch von Kindern ich bin ja auch eins.und wenn ich diesen Kommentar mache dann Will ich auch unterschreiben!!!!!!!!

    1. Liebe Annika, danke für Deinen Beitrag und Dein Interesse! Wir haben schon oft Unterschriften gesammelt, zuletzt im Oktober 2016 für eine Petition (Eingabe, Gesuch an die Stadträte). Über 4 000 Menschen haben in vier Wochen unterzeichnet. Das ist eine Menge und hat auch Eindruck gemacht. So ist nun Bewegung in die Sache gekommen, wenn wir auch nicht ganz zufrieden damit sind. Die Stadträte und die Verwaltung haben beschlossen das Gebäude zu verkaufen, damit daraus wieder ein Bad, genauer ein Gesundheitsbad werden kann. Lange Zeit hat man angezweifelt, ob sich das lohnt. Aber wir konnten mit dieser Petition und den vielen Unterschriften überzeugen.
      Wir sind nun gespannt, ob man jemanden findet, der das Gebäude kauft und daraus ein Gesundheitsbad macht. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir darum kämpfen, das die Stadt selber das Bad saniert. Da brauchen wir dann auch Deine Unterstützung! Informiere Dich auf unserer Seite und geb nicht auf zu hoffen, das Du eines Tages in Deinem Bad um die Ecke schwimmen gehen kannst! Übrigens sammeln wir gerade Berichte von Menschen die früher im Bad waren und wir würden uns freuen wenn Dein Onkel uns seine Fotos zur Verfügung stellen könnte!

  3. Mich macht es sehr traurig, dass die Stadt Dresden nicht in der Lage ist dieses Bad wieder zu eröffnen. Ich habe im Sachsenbad schwimmen gelernt und finde dieses Gebäude erhaltenswert!
    Das Westbad in Leipzig kann doch als Idee für eine neue Nutzung Anregung und Vorbild sein! Mir fehlen in Dresden sowohl Solebäder speziell für Kinder als auch eine Salzgrotte für Kinder! Das Sachsenbad könnte doch sehr gut ein Reha- bzw. Gesundheitszentrum sein mit Baby und Kinderschwimmen, einer Salzgrotte für Kinder Schwangerenschwimmen und einem Solebecken! Ich wäre auf jeden Fall ein aktiver Nutzer mit meiner Familie!

  4. Ich habe in der 4. Klasse im Sachsenbad das Schwimmen gelernt. Wir fuhren mit dem Bus von der Schule bis zum Bad.
    Der Badfasching war auch toll.
    Es muss doch jemanden geben der das schöne Bad erhält. Es wäre auch für den Stadtteil eine enorme Aufwertung.

  5. Ich habe als Kind hier schwimmen gelernt und bin sehr gerne ins Bad auch zum schwimmen gekommen .Jetzt bin ich Rentnerin und könnte mit Enkel auch hier her gehen oder meine müden Knochen bewegen ich bin kein geborener Dresdener aber das Sachsenbad ist mir schon ans Herz gewachsen . Ich werde bestimmt ein guter Kunde sein und freue mich schon jetzt wenn es wieder so weit ist.

  6. Ich hatte dort in der 4.ten Klasse Schwimmunterricht.
    Hatte dort viele schöne Stunden mit Freunden verbracht. Viele Dresdner haben ähnliche Erinnerungen wie ich und würden das Bad rege nutzen, da bin ich sicher.

  7. Das Sachsenbad sollte tatsächlich bald wieder als Schwimmbad saniert und betrieben werden. Ringsum gibt es mehrere Grundschulen, die den verbindlichen Schwimmunterricht dort absolvieren könnten. Außerdem könnte das Ärztehaus Mickten seinen Patienten physiotherapeutische Maßnahmen und Gesundheitsbäder in unmittelbarer Nähe anbieten. Nicht zuletzt würden die im Stadtteil Pieschen wohnenden Menschen gerne im Sachsenbad ihre Bahnen schwimmen. Also: ein Schwimmbad – kein Spaßbad gehört nach Pieschen!

  8. Ich werde demnächst wieder in diese Gegend ziehen und dieser Punkt macht es mir echt schwer, wo ich so gern schwimmen gehe.
    Demnächst wird das Arnold Bad wiedereröffnet, an der Freiberger wird alles erneuert, die Bühlauer haben schon ein neues Bad, nun sind auch mal die Pieschener dran!

    Es wäre schön, wenn ich zum Schwimmen nicht extra nach Radebeul fahren müßte. Auch ich kenne das Sachsenbad noch als „in Betrieb“.
    Ich finde Dresden sollte die niedrigen Zinsen nutzen und neben den vielen neuen Wohnungen die nun für eine neue Woba geplant sind auch das Sachsenbad sanieren. Vielleicht sollte man Pieschen überhaupt mehr in den Fokus rücken. Schließlich habe ich gelesen, hier wohnen die meisten jungen Familien.

  9. Aus 20 Mill. Mark werden 20 Mill. Euro – wer hat, der hat

    Es ist doch interessant und traurig. Im Zusammenhang mit dem Beitrag in der SZ vom 11.10.16 (SPD schreibt das Sachsenbad ab), lese ich: „… Eine Sanierung des Bauwerks sei mit geschätzten Kosten von 20 Millionen Euro einfach zu teuer“.

    Vor reichlich 18 Jahren hatte ich auf meinen damaligen Internetportal dresden-nordwest.de u.a. folgendes geschrieben:
    „04.07.98 Sachsenbad
    Seit 1994 ist das Sachsenbad auf der Wurzener Straße geschlossen. Jetzt liegen Konzepte von 2 Anbietern vor, die rund 20 Millionen Mark in die Sanierung des traditionsreichen Sachsenbades investieren möchten. Einem künftigen Betreiber müßte aber die Stadt jährlich ca. 1 Million Mark zuschießen. Das Sportamt sieht aber dafür ab dem Jahr 2000 keine Möglichkeit. Dennoch sollen die Dezernentenrunde beim Oberbürgermeister und anschließend der Stadtrat baldmöglichst die beiden Sanierungskonzepte abwägen …“

  10. Auch wir wünschen uns, daß das Sachsenbad wieder eröffnet wird. Wir waren dort früher baden und unser Junge hat dort noch schwimmen gelernt.

  11. Das „Sachsenbad“ in Dresden muß einfach gerettet werden!
    Hier wurde uns Kindern ( kostenlos ) im 4.od.5.Schuljahr das schwimmen beigebracht, obwohl es viele von ihnen schon konnten. Ich bin Jahrgang 1950 und konnte schon mit 6 Jahren schwimmen, beigebracht von meinem kriegsversehrten Großvater im Radebeuler „Lößnitzbad“. Auch später bin ich immer wieder gern im Herbst und Winter im „Sachsenbad“ gewesen.
    Nicht umsonst beklagt die DLRG, daß viele nicht schwimmen können, selbst Erwachsene nicht und die Gefahren unterschätzen. Kostenlose Schwimmkurse
    ( gerade für Kinder ) sollten durch ehrenamtliche Helfer unterstützt werden.
    Das „Sachsenbad“ gehört einfach zu Dresden wie der Zwinger, die Frauenkirche usw………………

  12. Sanierung des Sachsenbades
    Wie lange will man die Bürger dieser Stadt noch hinhalten? Immer wieder mal kommt das Thema auf die Tagesordnung und danach tut sich wieder nichts.Genau so sieht die Landespolitik dieser Stadt aus. Immer wieder werden Themen erörtert, den Bürgern eine Demokratie vorgespielt, die in der Realität gar nicht vorhanden ist. Damit muss endlich Schluss sein! Nehmen Sie die Meinungen der Bürger einmal ernst und tun sie wirklich etwas, es würde Ihrer Glaubwürdigkeit gut tun!

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